Ausstellung

Vorübergehende Schließung von Kunstraum Kesselhaus ab 17. März 2020!

Als Schutzmaßnahme vor der Ausbreitung des Coronavirus schließt auch das Kesshaus bis voraussichtlich einschließlich 19.4.2020.

 

Maria Söllner

„Objekte und Arbeiten auf Papier“

 Ausstellung des BBK-Oberfranken im Kunstraum Kesselhaus

voraussichtlich: 19.04 bis 17.05.2020

Eröffnung:  ?

Grußwort der Stadt Bamberg: Bürgermeister Dr. Christian Lange

Einführung: Gerhard Schlötzer

Laudatio: Dr. Barbara Kahle

Öffnungszeiten: Freitag 15 – 18 Uhr, Samstag, Sonntag und feiertags 11 – 18 Uhr, Eintritt frei

Weitere Informationen unter: bbk.oberfranken@gmx.de

Veranstaltungen während der Ausstellung:

Sonntag, 19. April 2020 und Sonntag, 3. Mai 2020 um 15 Uhr Künstlerführungen

Seit drei Jahrzehnten erkundet Maria Söllner in immer neuen Werkreihen das Alltägliche im Leben und entdeckt darin das Besondere. Benutzte Verpackungen aus Karton, Kassenzettel und Baumscheiben, die zum Druckstock werden, sind ihr Materialien und Werkzeuge gleichermaßen. Das Unbedeutende, zum Wegwerfen Bestimmte, wird für sie zum Experimentierfeld, das Vorhandene bestimmend für das neu Entstehende. Die Gegenstände, die sie verwendet, wurden für einen bestimmten Zweck geschaffen und werden normalerweise nach einmaliger Benutzung weggeworfen. Maria Söllner ist fasziniert von den abstrakten Qualitäten der Formen, die sichtbar werden, wenn sie ihre Funktion erfüllt haben und überflüssig geworden sind. Dann sind sie reif für ein zweites Leben in der Kunst. Leerere Kartonverpackungen stehen Modell für architektonisch anmutende Arbeiten aus Messingblech oder dienen als Gussform für Betonskulpturen, die manchmal wie verwitterte Bunker wirken, auf den zweiten Blick aber immer ihren ursprünglichen Funktionszusammenhang verraten. Diese Gegenstände dann als Druckstock oder Prägestempel für Hochdrucke zu verwenden, ist ein weiterer Schritt auf Söllners Weg der bildnerischen Reflexion über die Formqualitäten von Alltagsgegenständen. Mit dem Kesselhaus, dessen Raumqualität erst durch seine jahrelange Nutzung entstanden ist, treten Maria Söllners Objekte und Papierarbeiten in einen ganz selbstverständlich wirkenden Dialog.